St. Johannis Kirche Niemegk

Die St-Johannis-Kirche in Niemegk wurde 1852 nach Entwürfen des preußischen Hofarchitekten Friedrich August Stüler gebaut, nachdem der Vorgängerbau 1850 abgebrannt war. In den letzten Tagen des 2. Weltkrieges wurde die Kirche erneut schwer beschädigt. Zur 100jahrfeier 1953 wurde sie restauriert. Zu diesem Anlass schuf der Berliner Künstler Gerhard Olbrich den Hochaltar, den Bischof Dibelius spendete, die Johannesfiguren im Eingangsbereich und die bunten Fenster mit Symbolen der Heilgeschichte und Szenen aus der Johannesoffenbarung. Von Olbrich stammt auch der Kreuzweg, der mit minimalistischen Symbolen an den Leuchtern im Kirchenschiff die Passionsgeschichte erzählt.

1953 entstanden auch das Lesepult und der Taufstein aus den Überresten des Kriegerdenkmals, das vor der Kirche von den sowjetischen Besatzern gesprengt worden war.

Die Orgel wurde 1854 vom ortsansässigen Orgelbaumeister Wilhelm Baer gebaut. Mit ihren 31 Registern ist sie nicht nur Baers größtes Werk, sondern auch die größte Orgel im Landkreis. Nach umfangreicher Restaurierung erklingt sie seit 2021 wieder in ihrem Originalzustand.
Sowohl die Orgel als auch die Kirche sind als Legomodelle aus jeweils ca 12.000 Steinen in der Kirche zu bestaunen.

Die drei Stahlglocken im Turm stammen aus dem Jahr 1922. Die Bronzeglocken wurden 1917 für den Krieg eingeschmolzen.

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