Die Kirche in Raben

Pfannenstiel (1991):
Die Kirche in Raben ist ein spätromanischer Feldsteinbau mit zum Teil gut bearbeiteten Steinen in der Gliederung von rechteckigem Schiff, etwas schmalerem quadratischem Altarraum und halb-runder Apsis. Sie ist in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts gebaut worden.

Bedeutsam sind einige Veränderungen an der Kirche, die im Jahre 1858 im Rahmen größerer Renovierungsarbeiten durchgeführt wurden und ihr heutiges Aussehen mitbestimmen. Es sind dies: Zumauern einer Fensteröffnung und Vergrößerung von zwei Fensteröffnungen der Apsis, Herausbrechen von drei Fensteröffnungen in der Südwand des Schiffes, Abbruch des Feldstein-Einfassungs-mauerwerks der Eingangstür am Westgiebel und Aufführen der Einfassung in Ziegelsteinen, Herausbrechen des Feldstein-Einfassungs-mauerwerks der Tür an der Nordwand des Schiffes und Aufführen der Einfassung in Ziegelsteinen, Zumauern des an der Nordseite des Altarraumes mit bearbeiteten Feldsteinen eingefassten romanischen Rundbogenportals.

Der Fachwerk-Dachturm, der sich an der Westseite des Schiffes aus dem Dach erhebt, stammt aus der Zeit des Barock. Seine Wetterfahne zeigt die Jahreszahl 1906. In den Jahren 1906/07 hat eine Restaurierung der Kirche und des Dachturmes stattgefunden. Im Inneren bildet je ein Triumphbogen den Übergang zum Altarraum und zur Apsis. Beide Bögen sind spitzbogig.

Die nördliche, westliche und südliche Seitenempore im Schiff (so genannte Hufeisenempore) sowie die nördliche Empore im Altarraum sind Einbauten aus der Zeit des 18. Jahrhunderts.

Der barocke aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts stammende Altaraufsatz aus Holz hat im Hauptfeld ein Abendmahlgemälde, von Säulen flankiert, und darüber ein Kreuzigungs-bild. Beide Seiten des Aufsatzes haben aus Holz gesägte und gemalte Figuren und zwar links Moses und rechts der Evangelist Johannes. Oben in der Mitte sieht man eine Darstellung des Auf-erstandenen mit der Siegesfahne und links und rechts davon – etwas darunter – zwei auf den Auferstandenen hinweisende Engelfiguren.

Die letzte Ausmalung im Inneren der Kirche er-folgte im Jugendstil (Kunstrichtung um 1900) bei den Restaurierungsarbeiten der Jahre 1906/07.

Ansprechpartner Offene Kirche:
Siegfried Muschert 033848/60231

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