Kirche Grabow

Aufgrund des leicht spitzbogigen Triumphbogens dürfte die Kirche wohl im 2. Viertel des 13. Jahrhunderts in einem einzigen Bauabschnitt errichtet worden ist.

Die Nordseite besaß ein leicht spitzbogiges Nordportal, das von den Bewohnern des wüst gewordenen Dorfes Karterborn benutzt wurde und die Südseite ein rundbogiges Südportal für die Bewohner Grabows und spitzbogiges Priesterportal. Im 17. Jahrhundert wurden diese zugemauert und als Eingang ein Westportal eingebrochen.

1893 wurden die Fenster des Schiffes vergrößert und die Chorfenster wurden nach unten verlängert.

1932/33 als Reparatur nach einem Blitzschaden erhielt der Turm seine auffällige Schweifhaube.

In den 1950er Jahren kam es zu Umbauten bei der Beseitigung der starken Kriegsschäden. Im Vorraum wurde eine Gedenkstätte mit Kruzifix eingerichtet. Der Altar wurde weiter in den Chorraum versetzt und erhielt 1956 einen hölzernen Altaraufsatz mit Bildern des Dresdner Künstlers Rudolf Nehmer. Im Altarraum befindet sich eine mittelalterliche Sakramentsnische.

Das Taufbecken aus Gips stammt aus dem späten 19. Jh.

Zwei Stahlglocken aus dem Jahr 1922 im Turm tragen die Inschriften „Gott zur Ehre“ und „Gott segne Grabow“.

Die Orgel des niemegker Orgelbaumeisters Wilhelm Lobbes aus dem Jahr 1893 wurde 1974 aufwändig instandgesetzt. Durch unsachgemäße Absicherung bei Baumaßnahmen am Turm in den 1990er Jahren wurde die Orgel leider schwer beschädigt.

Eine Schnitzfigur einer weiblichen Heiligen aus dem Jahr 1430 befindet sich seit letztem Jahr wieder in der Kirche.

Ansprechpartner Offene Kirche:
Fritz Hübner 033843/40070

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