Kirche Boßdorf

Boßdorf wurde 1515 eine brandenburgische Exklave inmitten des des damals sächsischen Gebiets. 1950 wurde es dem Bezirk halle zugeordnet und 2010 in die Lutherstadt Wittenberg eingemeindet. Aber es gehört seit 1515 bis zum heutigen Tag zur brandenburgischen Landeskirche. Der Ursprungsbau der Dorfkirche stammte vermutlich aus dem 13. Jahrhundert. Die dritte Tochter des Landdrosten Joachim Friedrich Brandt von Lindau, Eva Catherina, in zweiter Ehe vermählt mit Hans Georg von Ribbeck auf Groß-Glienicke hat die jetzige Kirche 1712 gestiftet.

An der Eingangspforte befindet sich darum das Wappen derer von Ribbeck. Unter dem Altar befindet sich eine Ribbecksche Familiengruft. 1813 brannte die Kirche ab und wurde 1821/22 wiederaufgebaut. Die Orgel des Treuenbrietzener Orgelbauers Thurley wurde nach dem 2. Weltkrieg durch Vandalismus vollständig zerstört. Von 1963-66 kam es unter Kirchenbaurat Winfried Wendland zu einer massiven Umgestaltung des Kirchenraums. Die umlaufende Empore, das hölzerne Tonnengewölbe un der Kanzelaltar wurde entfernt, die Innenausmalungen weiß übermalt. Heute erinnern nur noch historische Fotos an den einstigen Schmuck der Kirche. 1986 erhielt die Kirche eine neue Heizung und ein Heizhaus wurde angebaut.

Der älteste Ausstattungsgegenstand der Kirche ist die hölzerne Taufe aus dem Jahr 1901.

Ansprechpartner Offene Kirche:
Werner Matthes 033490/20337

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